Benedek Horváth, Klavier

Dimanche/Sonntag
12.11.2017 : 17h00 

Salle de la Loge / Logensaal  
Biel - Bienne

Franz Schubert (1797 - 1828)
17 Ländler D 366  N° 1-5  (1824)

Franz Schubert (1797 - 1828)
 Sonate  D 664  A-Dur (1819 ou 1825)
 Allegro moderato
 Andante
 Allegro

ALEXANDRE SCRIABINE (1872-1915)
 Sonate pour piano n° 9, op. 68 (1913)

Franz Liszt (1811 - 1886)
Sonate h-Moll , S.178 (1852-53)

Der vielversprechende junge Pianist Benedek Horváth lässt uns verschiedene Gesichte der Klaviersonate entdecken. Er beginnt sein Rezital mit einigen Ländler D. 366, die uns die Bedeutung des volksmusikalischen Elements bei Franz Schubert in Erinnerung rufen. Meditativ und doch strahlend, die Sonate in A-Dur D.664 zeigt uns eine weitere Facette des Wieners und dessen Ambitionen in einem Bereich, in dem er die bedeutendsten Meisterwerke hervorbringen wird. Es ist in der gleichen Gattung, in der Franz Liszt 1853 einen in jeder Hinsicht einmaligen und revolutionären Beitrag leistet. Seine Sonate in h-Moll wirkt mit ihren 760 Takten wie aus einem Stück gegossen. Sehr schnell wird die thematische Grundidee eingeführt und klingt in unterschiedlichsten Varianten durch die ganze Partitur. Sei es in einem Allegro von grossartiger Virtuosität, in Momenten des Besinnung wie auch in einer Fuge und erschöpft sich in den letzten Takten in einer abschliessenden Metamorphose.
Avantgardistische bis atonale Musik auch die Sonate pour piano n° 9 von Alexandre Scriabine, wo Bezeichnungen wie Dissonanz und Konsonanz keinen Sinn mehr machen, behält trotz allem einen starken Bezug zum 19. Jahrhundert. Sei es durch die Neigung zu einer melodischen Linie, dem romantischen Ungestüm und der dichten und geheimnisvollen Klangfülle.