CAPPELLA MEDITERRANEA

Mariana Florès, Sopran
Leonardo García Alarcón, Cembalo und Orgel
Quito Gato, Theorbe und Gitarre
Margaux Blanchard, Viola da Gamba

Dimanche / Sonntag

21.01.2018 : 17h00 
Eglise du Pasquart / Pasquart-Kirche
Biel / Bienne

In Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern, Schweizer Opernstudio

GIULIO CACCINI (1551-1618)
Dalla porta d’oriente
Amarilli, mia bella

GIROLAMO FRESCOBALDI (1583-1643)
Se l’aura spira
Oh mio cor
Gioite, oh selve
Cosi mi disprezzate
JACOPO PERI (1561-1633)
Tu dormi, e’l dolce sonno

CLAUDIO MONTEVERDI (1567-1643)
Ohimè, ch’io cado
Voglio di vita uscir
FRANCESCO CAVALLI (1602-1676)
Lamento de Procris de «Gli Amori
d’Apollo e di Dafne»
Lamento de «La Doriclea»

BARBARA STROZZI (1619-1677)
L’Eraclito amoroso
L’amante segreto
Lagrime mie

ANTONIO CESTI (1623-1669)
Vieni Alidoro de «Orontea»

 

 

 

Anfangs des 17. Jahrhunderts erlebt der Gesang im Norden Italiens eine historische Wende. Hat man bis dahin nur die Vokalpolyphonie gekannt, entstand die begleitete Monodie, die einer Stimme ermöglichte, dramatische Gedichte mit Instrumentalbegleitung vorzutragen. Dieser neue Musikstil, oft auch recitar cantando genannt, führte zur Entstehung der Oper. Venedig wird zum Mittelpunkt der neuen Gattung, die nicht aufhören wird, sich weiter zu entwickeln.

Leonardo García Alarcón und seine Musiker entführen uns auf eine musikalische Reise in die Serenissima und ihre Umgebung, wo wir einigen der stärksten künstlerischen Persönlichkeiten von damals begegnen. Jacopo Peri, Claudio Monteverdi, Antonio Cesti oder Francesco Cavalli gehören zu den Pionieren der Oper mit Werken, die uns auch vier Jahrhunderte später noch verzaubern. Girolamo Frescobaldi und die Sängerin Barbara Strozzi haben uns ihrerseits mehrere Sammlungen an Arien hinterlassen, in denen Lyrik und Vortragskunst um den Vorrang kämpfen. Liebesgesänge, Klagelieder und Lamentos bilden eine farbige Palette ergreifender und mitreissender Stücke, in denen die Leidenschaft stets dominiert und das Textverständnis und der tragische Ausdruck der Gefühle eine inständige Dringlichkeit haben.