Belcea Quartet« Der Wunsch nach Freiheit, unermüdliches Bemühen, eigene Grenzen zu überwinden, die Wahrheit über sich selber erfahren ». Mit diesen Worten definiert das BELCEA QUARTET sein Credo.

1994 im Royal College of Music in London gegründet, führt das Ensemble Musiker aus verschiedenen Richtungen zusammen. Von Anfang an mit dabei: Corina Belcea und Krzysztof Chorzelski, aus Rumänien respektive Polen stammend, konnten von den Ausbildungen bei den berühmten Quartetten Alban Berg und Amadeus profitieren. Die Franzosen Axel Schacher und Antoine Lederlin stiessen in den letzten Jahren zum Quartett, um die Vielfalt zu vervollständigen.

Diese Vielfalt widerspiegelt sich im musikalischen Repertoire des Belcea Quartetts mit grossen Autoren der Klassik und Romantik bis hin zu zahlreichen Komponisten des 20. und 21. Jhr., was zu regelmässigen Teilnahmen an Welturaufführungen führt. Vom Concertgebouw Amsterdam bis zur Carnegie Hall New York sind die Musiker in zahlreichen bedeutenden Konzertsälen zu hören. Zu ihrer Diskografie gehören viele der wichtigsten Titel des Repertoires wie Werke von Beethoven und Bartók. Vor kurzen haben sie ihre eigene Stiftung gegründet mit dem Ziel, junge Quartette zu unterstützen und ihnen intensiven Unterricht zu ermöglichen, aber auch, um bei wichtigen zeitgenössischen Komponisten neue Werke in Auftrag zu geben.

www.belceaquartet.com 

Belcea Quartet

Corina Belcea, Violine
Axel Schacher, Violine
Krzysztof Chorzelski, Viola
Antoine Lederlin, Violoncello

Dimanche/Sonntag
15.04.2018 : 17h00 

Salle de la Loge / Logensaal  
Biel - Bienne

JOSEPH HAYDN (1732-1809)
Streichquartett D-Dur, op. 20 Nr. 4, Hob. III:34 (1772)
  Allegro di molto
  Un poco adagio affettuoso
  Menuetto. Allegretto alla zingarese
  Presto scherzando

GYÖRGY LIGETI (1923-2006)
Quatuor à cordes n° 1, « Métamorphoses nocturnes » (1953-1954)

ANTONÍN DVOŘÁK (1841-1904)
Streichquartett Nr. 12 F-Dur, op. 96, «Amerikanisches» (1893)
  Allegro ma non troppo
  Lento
  Molto vivace
  Finale. Vivace ma non troppo

Als Joseph Haydn sein Opus 20 komponierte, hat er eines der ersten Werke eines neuen und für die Zukunft vielversprechenden Genres zu Papier gebracht: das Streichquartett. Zwei Jahrhunderte später wird man sich beim Hören des Quatuor n° 1 von György Ligeti des seit damals zurückgelegten Weges bewusst. Der Untertitel dieses Jugendwerkes von Ligeti „Métamorphoses noctures“ kann als Referenz an das Modell von Béla Bartók, an seiner Neigung zu thematischen Transformationen und traumhaften Atmosphären, gelesen werden. Diese Partition erweist sich als vierversprechend und lässt einer der grossen Erneuerer des 20.

Jhr. vorausahnen. Zwischen diesen beiden Werken steht von Antonín Dvořák das „Amerikanische Quartett“, das er während seines Amerika-Aufenthaltes komponierte. Von der Präsidentin des National Conservatory of Music in New York beauftragt, ein von europäischen Einflüssen freies Repertoire an klassischer Musik zusammenzustellen, führte ihn dazu, Lieder und folkloristische Melodien der Neuen Welt zu studieren und davon einige Charakteristiken in seine Werke einzubauen. Haydn, Dvořák und Ligeti: drei Gründerwerke, interpretiert von einem des besten aktuellen Ensembles, dem Quatuor Belcea.