Cristian BuduDer junge brasilianische Pianist mit rumänischen Wurzeln, CRISTIAN BUDU, beginnt seine Ausbildung in seinem Geburtsland bei Elsa Klebanovsky, Schülerin von Wilhelm Kempff, und setzt seine Studien im New England Conservatory of Music in Boston fort. Ausgezeichnet mit dem Nelson Freire-Preis 2010 in Rio de Janeiro, gewinnt er drei Jahre später den Clara Haskil-Wettbewerb in Vevey. Er tritt in verschiedenen Ländern auf und spielt mit Orchestern wie dem SWR Symphonieorchester Stuttgart, dem Jerusalem Symphony Orchestra oder dem Orchestre de la Suisse Romande. Von der Kammermusik begeistert, teilt er die Bühnen mit Künstlern wie Antonio Meneses, Christian Poltéra, Esther Hoppe, Jennifer Stumm oder Alexandra Soumm.

Die erste Aufnahme von Cristian Budu beinhaltet die Préludes von Chopin und die Bagatellen op. 33 von Beethoven. Sie ist im Mai 2016 bei Claves Records erschienen und ist bereits mit dem «Editor’s Choice» der Gramophone et mit «5 de Diapason» der Zeitschrift Diapason ausgezeichnet worden.

www.cristianbudu.com 

Cristian Budu, Klavier

Dimanche/Sonntag
06.05.2018 : 17h00 

Salle de la Loge / Logensaal  
Biel - Bienne

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770-1827)
7 Bagatellen, op. 33 (1802)
  Andante grazioso, quasi allegretto
  Scherzo. Allegro
  Allegretto
  Andante
  Allegro, ma non troppo
  Allegretto quasi andante. Con una certa espressione parlante
  Presto

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770-1827)
Sonate für Klavier Nr. 21 C-Dur, op. 53, «Waldstein» (1803-1804)
  Allegro con brio
  Introduzione. Adagio molto
  Rondo. Allegretto moderato - Prestissimo

FRANZ SCHUBERT (1797-1828)
Sonate für Klavier B-Dur, D. 960 (1828)
  Molto moderato
  Andante sostenuto
  Scherzo. Allegro vivace con delicatezza
  Allegro ma non troppo

 

Gibt es etwas Gegensätzlicheres als die Bagatellen op. 33 und die Waldstein-Sonate von Beethoven? Auf der einen Seite eine Serie von kleinen Stücken, bei denen die Ungezwungenheit bereits im Titel zum Ausdruck kommt, auf der andern Seite eines der gigantischsten Werke der Komponisten. Die Bedeutung dieser Sonate liegt nicht nur in ihrer Fülle sondern auch in der neuen Schreibart. Da sind die sich jagenden Achtel, Triolen und Sechzehntel im anfänglichen Allegro con brio, die einen neuer Rhythmus und ein bisher nie dagewesenes Pulsieren der Musik entstehen lassen. Zu erwähnen ist auch das kurze und rätselhafte Adagio molto, das langsam in den letzten Satz, in ein von Arpeggien in der Mitte gespieltes, leuchtendes Finale überführt.
Dabei haben die zahlreichen Triller eine ganz neue und für Beethovens Schaffen zukunftsweisende Wichtigkeit. Die Bagatellen kommen viel sorgloser daher, sind jedoch alles andere als zweitrangige Musikstücke. Man begegnet einer Vielfalt an Stimmungen und unter ihrer Leichtigkeit ist ständig auch die Tiefe spürbar.

Ein weiteres Monument der Klavierliteratur, die Sonate für Klavier in B-Dur, D. 960 hat Franz Schubert einige Wochen vor seinem Tod fertiggestellt. Die ganze Fülle der Ausdruckskraft entfaltet sich ab dem ersten Takt der unvergesslichen Einleitungsmelodie, um die höchsten Höhen im Andante sostenuto zu erreichen.
Die ganze Kunst der Farbigkeit und der unvorhergesehenen, dem Komponisten eigenen Modulationen, durchdringen und überleuchten von Anfang bis zum Schluss dieses musikalische Testament.