Ina DimitrovaDie Karriere der jungen Violinistin INA DIMITROVA beginnt anfangs des 21. Jh., nachdem sie verschiedene internationale Wettbewerbe gewinnt und ihr Solistinnen-Diplom mit der nur selten ausgesprochenen höchsten Auszeichnung an der Hochschule für Musik in Luzern erhält. Ihr Studium wird durch die Begegnungen mit zahlreichen namhaften musikalischen Persönlichkeiten bereichert, gefördert von ihrem Vater, der ihr erster Lehrer war und ein wichtiger Gesprächspartner bleibt. Ina Dimitrova hat Engagements in Europa, Japan oder Südamerika und tritt auf renommierten Bühnen auf wie dem Gewandhaus Leipzig, der Wigmore Hall London oder dem Auditorio Nacional de Música in Madrid. Zu ihrem breiten Repertoire gehört sowohl Barockmusik wie auch solche aus dem 20. Jh.. Besonders hingezogen fühlt sie sich zum Klassizismus und zu Mozart.

Ina Dimitrova unterrichtet an der Hochschule für Musik in Luzern und gehört zum Lucerne String Trio mit dem Bratschisten Christoph Schiller und dem Cellisten Mattia Zappa.

Ina Dimitrova, Violine
Benjamin Engeli, Klavier

Dimanche/Sonntag
25.02.2018 : 17h00 

Salle de la Loge / Logensaal  
Biel - Bienne

WOLFGANG AMADÉ MOZART (1756-1791)
Violinsonate B-Dur, KV 454 (1784)
  Largo - Allegro
  Andante
  Allegretto

JOHANNES BRAHMS (1833-1897)
Violinsonate Nr. 1 G-Dur, op. 78,
«Regenlied-Sonate» (1878-1879)
  Vivace, ma non troppo
  Adagio
  Allegro molto moderato

WITOLD LUTOSLAWSKI (1913-1994)
Partita pour violon et piano (1984)
  Allegro giusto
  Ad libitum
  Largo
  Ad libitum
  Presto

CÉSAR FRANCK (1822-1890)
Sonate pour violon et piano en la majeur (1886)
  Allegretto ben moderato
  Allegro
  Recitativo-Fantasia: Ben moderato
  Allegretto poco mosso

Die Violinsonate B-Dur, KV 454 gehört zu den zuletzt von Wolfgang Amadeus Mozart geschriebenen und wurde wegweisend für dieses Genre. Das zentrale Andante ist eine der schönsten melodischen Eingebungen des Musikers, mit einer Ruhe und Gelassenheit, die nur für einen Moment durch den Übergang in Moll getrübt wird.

Fast hundert Jahre später nimmt uns Johannes Brahms mit seiner Violinsonate Nr. 1 in G-Dur mit in eine Welt von intensiver Lyrik. Das Thema des dritten Satzes nimmt die Melodie seiner Lieder Regenlied und Nachklang auf. Der charakteristische Anfang dieses Motivs, mit der dreimal auf einen punktierten Rhythmus gespielten gleichen Note, findet man auch am Anfang des einleitenden Vivace ma non troppo wie auch im mittleren Teil des Adagios. Die aus der gleichen Epoche stammende Sonate für Violine und Klavier A-Dur von César Franck lässt uns in eine ganz andere, an heftigen Kontrasten reiche Welt eintauchen. Wie viele der Partitionen des Komponisten, basiert sie auf einem zyklischen Vorgang, den er vorab von Franz Liszt übernommen hat: das einleitende Thema, auf einem Terzintervall aufgebaut, dient als Matrix für das ganze Werk. Wenn schliesslich die Partita von Witold Lutoslawski aufgrund ihres Titels Anspielungen auf Musik aus der Vergangenheit macht, ist ihre Sprache zweifellos modern. Die drei Sätze, in denen sich melodische Intensität und percussive Elemente überlagern, stehen im Wechsel mit den ad libitum, für die der Komponist keine Koordination unter den Instrumenten vorsieht und so einen überraschend meditativen, improvisierten Dialog kreiert.