Mariana FloresDie aus Argentinien stammende Sopranistin MARIANA FLORÈS vertieft ihre Studien an der Schola Cantorum in Basel und besucht Meisterklassen bei Jennifer Smith, Margreet Honig, Jennifer Larmore und Bernarda Fink. Ausgezeichnet mit verschiedenen Preisen, spezialisiert sie sich auf  Barockmusik, die sie mit verschiedenen Ensembles für Alte Musik wie Clématis, Elyma und vor allem mit der Cappella Mediterranea aufführt. Mit diesem Orchester hat sie im Programm Teatro dei sensi rund um die venezianische Oper und in denen von Francesco Cavalli gesungen, wie auch im Il diluvio universale von Michelangelo Falvetti. 2015 stiess sie für die Vespro della Beata Vergine und L’Orfeo von Claudio Monteverdi zum Team von John Eliot Gardiner. Nach ihrem kürzlichen Debut mit Eliogabalo von Cavalli an der Opéra National de Paris, tritt sie in Il Giasone vom gleichen Komponisten an der Opéra des Nations in Genf auf. Ihre letzten CD-Aufnahmen zusammen mit der Cappella Mediterranea sind den Cavalli-Opern gewidmet. Die Aufzeichnung wurde mit einem  «Choc de l’année» und einem «Diapason d’Or» der Zeitschriften Classica und Diapason ausgezeichnet.

CAPPELLA MEDITERRANEA

Mariana Florès, Sopran
Leonardo García Alarcón, Cembalo und Orgel
Quito Gato, Theorbe und Gitarre
Margaux Blanchard, Viola da Gamba

Dimanche / Sonntag

21.01.2018 : 17h00 
Eglise du Pasquart / Pasquart-Kirche
Biel / Bienne

In Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern, Schweizer Opernstudio

GIULIO CACCINI (1551-1618)
Dalla porta d’oriente
Amarilli, mia bella

GIROLAMO FRESCOBALDI (1583-1643)
Se l’aura spira
Oh mio cor
Gioite, oh selve
Cosi mi disprezzate
JACOPO PERI (1561-1633)
Tu dormi, e’l dolce sonno

CLAUDIO MONTEVERDI (1567-1643)
Ohimè, ch’io cado
Voglio di vita uscir
FRANCESCO CAVALLI (1602-1676)
Lamento de Procris de «Gli Amori
d’Apollo e di Dafne»
Lamento de «La Doriclea»

BARBARA STROZZI (1619-1677)
L’Eraclito amoroso
L’amante segreto
Lagrime mie

ANTONIO CESTI (1623-1669)
Vieni Alidoro de «Orontea»

 

 

 

Anfangs des 17. Jahrhunderts erlebt der Gesang im Norden Italiens eine historische Wende. Hat man bis dahin nur die Vokalpolyphonie gekannt, entstand die begleitete Monodie, die einer Stimme ermöglichte, dramatische Gedichte mit Instrumentalbegleitung vorzutragen. Dieser neue Musikstil, oft auch recitar cantando genannt, führte zur Entstehung der Oper. Venedig wird zum Mittelpunkt der neuen Gattung, die nicht aufhören wird, sich weiter zu entwickeln.

Leonardo García Alarcón und seine Musiker entführen uns auf eine musikalische Reise in die Serenissima und ihre Umgebung, wo wir einigen der stärksten künstlerischen Persönlichkeiten von damals begegnen. Jacopo Peri, Claudio Monteverdi, Antonio Cesti oder Francesco Cavalli gehören zu den Pionieren der Oper mit Werken, die uns auch vier Jahrhunderte später noch verzaubern. Girolamo Frescobaldi und die Sängerin Barbara Strozzi haben uns ihrerseits mehrere Sammlungen an Arien hinterlassen, in denen Lyrik und Vortragskunst um den Vorrang kämpfen. Liebesgesänge, Klagelieder und Lamentos bilden eine farbige Palette ergreifender und mitreissender Stücke, in denen die Leidenschaft stets dominiert und das Textverständnis und der tragische Ausdruck der Gefühle eine inständige Dringlichkeit haben.