Trio WandererDas TRIO WANDERER hat für sich das Reisen als Sinnbild ausgewählt. Reisen ins Innere, die es mit Schubert und der deutschen Romantik verbindet, offene und neugierige, die das Repertoire von Haydn bis zur heutigen Musik erkunden. Entstanden sind dabei Partituren von Thierry Escaich, Bruno Mantovani, Frank Michael Beyer, Matteo Francescini und Philippe Hersant. Ausgebildet am Conservatoire de Paris, haben sich die drei Musiker bei grossen Meistern wie Menahem Pressler (Beaux-Arts Trio) oder dem Quatuor Amadeus weitergebildet. Sie spielen regelmässig im Musikverein Wien, in der Wigmore Hall in London, im Concertgebouw Amsterdam und in weiteren grossen Sälen und an internationalen Festivals.

Das Trio Wanderer veröffentlicht vor allem beim Label Harmonia Mundi und verfügt über eine reiche Diskografie. Sie besteht aus den Trios von Schubert und Beethoven aber auch aus Werken von Chausson, Copland oder Ravel. Aus einer Begegnung mit dem Bariton Wolfgang Holzmair ist eine Aufnahme von seltenen Volksliedern von Beethoven, Haydn und Pleyel entstanden, die 2009 bei Cyprès Record erschienen ist.

Jean-Marc Phillips-Varjabédian und Raphaël Pidoux unterrichten am Conservatoire de Paris während Vincent Coq Kammermusiklehrer an der Haute École de Musique in Lausanne ist.

www.triowanderer.fr 

Trio Wanderer

Vincent Coq, Klavier
Jean-Marc Phillips-Varjabédian, Violine
Raphaël Pidoux, Violoncello

Dimanche/Sonntag
18.03.2018 : 17h00 

Salle de la Loge / Logensaal  
Biel - Bienne

ROBERT SCHUMANN (1810-1856)
Klaviertrio Nr. 1 d-Moll, op. 63 (1847)
  Mit Energie und Leidenschaft
  Lebhaft, doch nicht zu rasch
  Langsam, mit inniger Empfindung
  Mit Feuer

ERNEST BLOCH (1880-1959)
Trois nocturnes pour trio avec piano (1924)
  Andante
  Andante quieto
  Tempestoso

JOHANNES BRAHMS (1833-1897)
Klaviertrio Nr. 1 H-Dur, op. 8 (Erste Fassung, 1854)
  Allegro con moto
  Scherzo. Allegro molto
  Adagio non troppo
  Finale. Allegro molto agitato

Die fiebrige Ruhelosigkeit Robert Schumanns gepaart mit der helldunkeln Klangfülle von Johannes Brahms: auf dem Programm stehen zwei sich ergänzende und kontrastierende Komponisten der deutschen Romantik. Die Schicksale der beiden Männer kreuzen sich im September 1853. Der junge Brahms begegnet dem bereits im Herbst seines Lebens angekommenen Schumann kurz vor dessen Selbstmordversuch. Der Enthusiasmus und das Engagement des Älteren sind grenzenlos für die vielversprechenden Kompositionen, die ihm unterbreitet werden. In den Monaten nach dieser Begegnung schreibt Brahms sein erstes kammermusikalisches Werk, das Klaviertrio Nr. 1 in H-Dur. Er wird es 1890 gründlich überarbeiten. Das Trio Wanderer spielt es hier in der ursprünglichen, selten gespielten mit kühnen Passagen gespickten Version. Das 1847 von Schumann geschriebene Klaviertrio Nr. 1 in d-Moll ist ein Höhepunkt dieser Gattung. Man findet das launenhafte Aufbrausen ebenso wie die dem Komponisten zugehörigen meditativen Töne.

Bekannt vor allem durch seine Musik mit hebräischen Akzenten, schreibt der Schweizer Ernest Bloch mit seinen Trois nocturnes pour trio avec piano eine Partition, aus der sich die Vielfalt seiner Inspirationsquellen herausliest, sei es im impressionistische ersten oder im romantischen zweiten Satz.