Edito

Liebe Musikfreunde,

Unter dem Motto „Beethoven pur“ beginnt die Saison 2026-2027 im Zeichen des Absoluten: das herausragende Belcea Quartet in einer fesselnden Auseinandersetzung mit dem Meister aus Bonn. Es folgen die „Winde aus dem Osten“ mit zwei großen Musikern – Svetlin Roussev und Elena Rozanova. Beim Eintauchen in die Seele Osteuropas setzen sie einen Meilenstein: die Schweizer Erstaufführung der prachtvollen Jugendsonate (1914) des Bulgaren Pantscho Wladigerow.

Als nächstes steht das Klavier im Fokus dreier gegensätzlicher Visionen. Das Ausnahmetalent Yoav Levanon versteht sein philosophisches Programm „Ordnung und Abgrund“ als Kampf von Struktur und Chaos und enthüllt sein Werk Nigredo 1. Neben dieser mystischen Tiefe verkörpert Martina Meola, mit 14 Jahren Gewinnerin des Prix Jeune Chopin 2025 in Lugano, die Frische und Dynamik der neuen Generation. Mit dem kühnen Projekt „BACH & Beyond“, schlägt Francesco Tristano eine Brücke zwischen Bachs Klarheit und dem unendlichen Kosmos der Gegenwartsmusik.

Unter dem Motto „Klarheit und Hingabe“ verbindet das Aviv Quartet Haydn, Brahms und Bartók. Das Ensemble nutzt seine stilistische Eleganz, um klassische Raffinesse, romantisches Fieber und expressionistische Intensität wie durch einen magischen Faden zu verknüpfen. Als Haydn-Spezialist zeichnet das Trio Gaspard mit dem Programm „Vom Morgenrot bis zur Abenddämmerung“ einen poetischen Bogen. Nach einem Werk von Paul Wiancko (2026) und Turinas Círculo-Fantaisie op. 91 (1936) folgt in Debussys „La Mer“ eine lichtvolle Katharsis.

Wir freuen uns, Sie an unseren Konzerten begrüßen zu dürfen, um diese Begegnungen mit Künstlern von Weltrang mit Ihnen zu teilen. Unser Dank gilt unseren Mäzenen und der Stadt Biel, ohne deren Hilfe diese Konzerte nicht hätten realisiert werden können.

Die künstlerische Leitung